Fotos
Walter Wagner, Aue
Als ein Höhepunkt der bisherigen Arbeit der Projektgruppe gilt die Ausstellung zum Thema „Die Wende im Altlandkreis Aue-Schwarzenberg”, die im Rahmen einer gemeinsamen Festveranstaltung der Großen Kreisstadt Aue und der Landeszentrale für Politische Bildung am Vortag des historischen Datums - 20 Jahre Fall der Berliner Mauer - im Kulturhaus Aue eröffnet wurde.
Den Auftakt dieser Veranstaltung bildete der Vortrag von Dr. Michael Richter vom Hanna-Ahrend-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden zum Thema „Die friedliche Revolution in Sachsen und in Aue”.
Anschließend fand im Foyer des Kulturhauses die feierliche Eröffnung der Ausstellung statt. Zu Beginn spielten zwei Schüler der Musikschule des Landkreises Erzgebirge auf dem Klavier vierhändig die „Petersburger Schlittenfahrt”. Danach eröffnete der Projektleiter Heinz-Günter Kraus, Landrat a.D. die Ausstellung. Als Höhepunkt gaben Schüler und Schülerinnen der Mittelschule Aue-Zelle den Zugang zur Ausstellung mit einem symbolischen Akt für die Besucher frei, indem sie eine Mauer aus Pappkartons zum Einsturz brachten.
Den zentralen Teil der abwechslungsreichen Ausstellung bilden 21 Tafeln, auf denen mit über 100 Bildern die friedliche Revolution im Landkreis Aue-Schwarzenberg gewürdigt wird. Hinzu kommen vier weitere Tafeln, auf denen Dokumente und Unterlagen zu sehen sind, die vom Neuen Forum Aue und Schwarzenberg, stellvertretend für die vielen Gruppen des Neuen Forums, die es in nahezu allen Städten und Gemeinden des Landkreises gab, zur Verfügung gestellt wurden. Abgerundet wird die Ausstellung durch Arbeiten von Schülern und Schülerinnen der Mittelschulen und Gymnasien des Landkreises, welche mit großem Fleiß und Sorgfalt im Rahmen von Schülerprojekten angefertigt wurden.
Einen würdigen Abschluss der Festveranstaltung am 08. November 2009 bildete die Podiumsdiskussion im Großen Saal des Auer Kulturhauses. An dieser Diskussion, die von Peter Stawowy von der TU Dresden moderiert wurde, nahmen Frank Richter, Martin Henselin, Christoph Stender, Prof. Dr. Elke Mehnert, Eberhard Dürigen und Gerd Baumann teil. Den Beteiligten gelang es, spannend und fesselnd einen Bogen von der Gründung der DDR bis hin zur Wende und zur Situation im Landkreis zu ziehen, so dass trotz verfügbarer Saalmikrofone die Gelegenheit zum Mitdiskutieren vom Publikum kaum genutzt wurde. Für die musikalische Umrahmung dieser Veranstaltung sorgte der Liedermacher Stephan Krawczyk aus Berlin.
Bis zum Jahresende 2009 hatten schon mehrere Tausend Personen diese Ausstellung besucht. Die unterschiedlichen Eindrücke und Sichtweisen der Besucher werden in einem Gästebuch dokumentiert.
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